Das Leben ist schmutzig
Rezensionen
Anne Goldmann beweist gleich mit ihrem Erstling, dass sich auf dem weiten Feld des Kriminalromans immer noch ein neues Pflänzchen ziehen lässt.
Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau
Kaleidoskopartig und in mitunter an Trägheit grenzender Ruhe schildert Goldmann das Leben ihrer Figuren. Ihr Blick ist warmherzig, menschenfreundlich, geradezu sensationell unzynisch.
Sebastian Hammelehle, Spiegel online (Krimi des Monats Juni 2011)
Sehr präzise, sehr liebevoll und mit einer ganz eigenwilligen Spannung, die aus den Eigentümlichkeiten des Lebens selber zu stammen scheint. Anne Goldmann gelingt ein paradoxes Meisterstück – ein Provinzroman aus der vollentschleunigten Metropole Wien.
Günther Grosser, Berliner Zeitung
Ein Krimi für Krimiverweigerer: liebevoll beschriebener Makrokosmos der vom Leben gebeutelten Kleinbürger. Gut!
Wienerin
Melancholisch und kriminell: Mief, Hader, Spitzeleien und üble Nachrede gehören zu einem ordentlichen Mietshaus wie die Leiche in den Krimi. Ein Roman über das Verstreichen des Lebens in den kleinen Wohnwaben der Stadt.
Tages-Anzeiger
Sehr gekonnt konstruiert, auf den Punkt formuliert, mit einer Spannung, die sich so langsam aufbaut, dass man es fast selbst nicht merkt. Für ein Debüt erstaunlich.
Dieter Paul Rudolf, Krimi-Couch.de
Selten hat mich eine Geschichte so schnell in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen bis zum allerletzten Punkt. Und das nicht nur wegen des Thrills, den sie entwickelt. Nein, es ist Goldmanns Kunst, ihre Leser über ein knappes Dutzend Akteure die Atmosphäre in einem Wiener Vorstadthaus so intensiv spüren zu lassen, als wäre man selbst ein Teil davon. Auf Anne Goldmann jedenfalls wird man aufpassen müssen. Schon ihr erster Schritt führt sie ganz selbstverständlich dahin, wo viele gar nie ankommen – in die erste Reihe nämlich.
Dietmar Jacobsen, Moment, Das Kulturmagazin
Goldmann begleitet ihre Figuren über viele Monate, entwickelt daraus eine vielstimmige Geschichte, erzählt sie klug und konsequent, mit viel Lebenserfahrung und gleichermaßen Sinn für die leisen Töne wie für die Wirrnisse, Schräglagen und gelegentlich grotesk anmutenden Abgründe, die so ein Leben bereit halten kann. Große Klasse.
Frank Rumpel, CULTurMAG